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GRV

Gesundheitsreformversagen

H O M E.
SITUATION.
INFORMATION.
LÖSUNGEN.
POLITIK.
DISKUSSION.

Seite 2/3
Ziele / verborgene Absichten.
Mitglied des Aufsichtsrates dieser Klinik. Der Verdacht von Interessenkonflikten kann hier sehr wohl entstehen.
Eine enge Verbindung zwischen Ulla Schmidt und Vertretern großer Klinikkonzerne läßt sich hier gut aufzeigen.

Diese Konzerne haben in den letzten 10-15 Jahren eine große Anzahl an Kliniken aufgekauft und schicken sich nun an, auch die ambulante Versorgung zu übernehmen.

Ihnen kommt das Bundesgesundheitsministerium mit Ulla Schmidt und ihrem „Berater“ zu Hilfe.

Durch eine geschickte, gesetzliche Einflussnahme in die Vergütung der ärztlichen Leistungen der niedergelassenen Ärzte wird de facto eine finanzielle Liquidierung der freien Arztpraxen herbeigeführt. Die Klinikkonzerne werden gleichzeitig von der Politik aufgefordert bei dieser „Gelegenheit“ den von der Insolvenz bedrohten Ärzten die Kassenarztsitze zum Dumpingpreis abzukaufen. (Hr. K. Lauterbach, Hamburg, 7.11.2008)

Zitat Rhönvorstand Hr. Pföhler (24.4.2008): „Wir sind daran interessiert, dass moeglichst viele Patienten zu uns kommen, damit wir die Vorteile der Massenabfertigung in der Medizin und die Kostendegression bei Qualitätssteigerung voll ausnutzen können.“

Das heißt um die Kliniken zu füllen wollen diese Konzerne die ambulante Versorgung übernehmen. Dazu sollen Polikliniken und Medizinische Versorgungszentren die „MVZ“ gegründet werden. So ließen sich die Patienten massenhaft in die eigenen Kliniken einweisen um deren Kapazitäten optimal auszunutzen.

Ziel der Übernahme des ambulanten Sektors durch die „Gesundheitsheuschrecken“ ist der Aufbau einer marktbeherrschenden Position um eine komplette medizinische Versorgung in allen Sektoren anbieten zu können:
Die ambulante, die stationäre, die rehabilitative Versorgung und schließlich die Altenpflege.

Alles aus einer Hand, ohne Konkurrenz. Herr Lauterbach spricht heute schon über den Vorteil der Anbietermonopole.

Es wird dadurch ein Anbietermonopol der Gesundheitsversorger entstehen nach dem Vorbild der Monopolsituation auf dem
Strommarkt. Man kann sich gut vorstellen, wie dieses Monopol, sobald es erst einmal etabliert ist, die Preisgestaltung diktiert und wer dafür zu bezahlen hat – nämlich die bis jetzt ahnungslosen Bürger und Beitragszahler.

Die neue ambulante Versorgung in Form  von großen Polikliniken und MVZ (Medizinische Versorgungszentren) sei angeblich wirtschaftlicher, weil sie weder von der Anzahl noch von den Standorten nicht die Ausbreitung der heutigen Arztpraxen haben werden.

Geplant sind aus wirtschaftlichen Gründen eine weiträumige Verteilung dieser Polikliniken, man geht davon aus den Patienten Anfahrtszeiten von 60 – 90 Minuten zumuten zu können.

In den Polikliniken und MVZ werden die Patienten sehr lange Wartezeiten und wechselnde Ärzte in Kauf nehmen müssen. Ein persönliches Arzt-Patienten-Verhältnis wird es hier kaum mehr geben.

In einem ersten Schritt sollen die niedergelassenen Fachärzte eliminiert werden.

Politiker und Konzerne diffamieren die freien niedergelassenen Ärzte, sie werden mit ihren „Tante Emma - Praxen“ als altertümlich, zu teuer und überholt dargestellt.

Gleichzeitig werden immer neue Honorarreformen für die niedergelassenen Praxen vom Gesundheitsministerium / Ulla Schmidt vom Stapel gelassen. So erfolgten in den Jahren 2005, 2008 und 2009 jeweils neue Honorar-Ordnungen für die Abrechnung von Kassenpatienten.

Das Honorierungssystem wurde jeweils undurchsichtiger, das Regelwerk noch komplizierter. Die damit einhergehenden finanziellen Umsatzverluste sind politisch vorsätzlich einkalkuliert (Minus 30% bis minus 50% Umsatzverlust) und sollen die Praxisärzte zur Aufgabe zwingen.

Die Gesetze für diese „Mutter aller Gesundheitsreformen“ wurden vom  Gesundheitsministerium in einer echten Nacht-und-Nebel-Aktion durch den Bundestag gejagt.

Eine beispiellos skandalöse und undemokratische Inszenierung einer Gesetzesänderung.

Gesetzestexte mit einem Umfang von rund 600 Seiten wurden den Abgeordneten des Deutschen Bundestags am Abend vor der Abstimmung zum Lesen und Überprüfen zusammen mit vielen
Ziele 3.